Warum bleibt eine Haarfarbe wochenlang schön, während eine andere schnell ihren Glanz verliert? Entdecke 5 Faktoren, die die Haltbarkeit einer Coloration beeinflussen — von der Pigmentqualität bis zum richtigen Entwickler.
Warum wäscht sich Haarfarbe aus? 5 Faktoren, die die Haltbarkeit einer Coloration beeinflussen
Ein kühles Blond kann die gleiche Helligkeitsstufe behalten und nach einigen Wochen trotzdem anders aussehen. Kupfer kann an Ausdruck verlieren, bevor es sichtbar heller wird. Braun kann weniger tief wirken, obwohl ein Teil dieser Veränderung durch den Verlust von Glanz entsteht.
Unter dem Verblassen von Farbe versteht man also mehr als nur den Verlust von Farbstoffen. Auch Sättigung, das Verhältnis der Reflexe und die Lichtreflexion des Haares verändern sich.
1. Zusammensetzung der Farbe und Haltbarkeit
Hinter dem sichtbaren Farbton steht eine bestimmte Kombination von Farbstoffen. Bei oxidativer Coloration hängt ihre Wirkung zusätzlich von pH-Wert, Konzentrationen und der kosmetischen Basis ab.
Deshalb bedeuten ähnliche Inhaltsstoffe in zwei Farben nicht automatisch eine identische Wirkung. Unterschiede in den Verhältnissen und in der Formulierung können sowohl das Anfangsergebnis als auch die Entwicklung der Farbe im Laufe der Zeit beeinflussen.
Anfangsintensität und Haltbarkeit sind zwei verschiedene Eigenschaften. Ein stark gesättigtes Ergebnis direkt nach der Coloration sagt nicht automatisch aus, wie lange ein bestimmter Reflex stabil bleibt.
2. Entwickler und Bedingungen der Farbentwicklung
Der Entwickler ist am Farbbildungsprozess beteiligt und wirkt zusammen mit der gesamten Farbformulierung. Die Eigenschaften der fertigen Mischung hängen von beiden Produkten und ihrem Mischungsverhältnis ab.
Auch der pH-Wert der Mischung kann die Entwicklung des Farbtons beeinflussen. Eine höhere Entwicklerstärke bedeutet nicht automatisch eine längere Haltbarkeit, und dieselbe Konzentration kann in unterschiedlichen Farblinien verschieden wirken.
3. Starke Sättigung bedeutet nicht immer gute Farbretention
Poröses und sensibilisiertes Haar kann schnell einen intensiven Farbton annehmen und ihn gleichzeitig bei den folgenden Haarwäschen schneller verlieren. Farbaufnahme und Farberhalt sind nicht dasselbe.
Deshalb kann eine zunächst gleichmäßige Coloration später Unterschiede zwischen einzelnen Haarpartien zeigen. Naturansatz, bereits colorierte Längen und aufgehellte Spitzen haben eine unterschiedliche Vorgeschichte und können auf dasselbe Produkt unterschiedlich reagieren.
4. Gleiche Tonhöhe, anderer Farbcharakter
Eine Veränderung des Reflexes kann früher sichtbar sein als ein deutlicher Verlust an Farbtiefe. Ein kühles Blond kann auf derselben Tonhöhe bleiben, aber wärmer wirken, wenn der neutralisierende Ton nachlässt. Kupfer kann dieselbe Tonhöhe behalten und trotzdem an Sättigung verlieren.
Entscheidend ist also nicht nur die Menge der verbleibenden Farbe, sondern auch das Gleichgewicht zwischen den einzelnen Farbkomponenten und der Glanz des Haares.
5. Wasser, Licht und Metalle — weniger offensichtliche Faktoren
Beim Thema Farbverlust liegt der Fokus oft auf Shampoo. Dabei spielen auch Wasser, Licht, hohe Temperaturen, chlorhaltiges Wasser und der Zustand des Haares eine Rolle.
Licht und häufiges Waschen können gemeinsam das Verblassen beschleunigen. Auch Spuren von Metallen können oxidative Reaktionen und das spätere Verhalten der Farbe beeinflussen.
Metalle können außerdem den Farbton selbst verändern, zum Beispiel durch einen grünlichen Reflex infolge von Kupferablagerungen.
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